Tötungsstation im Rumänien

Tötungsstation

Das Leid der Tiere in Rumänien

Hund in Tötungsstation

Tötungsstationen – Ein Ort der für viele Hunde den Tod bedeutet. Was in Deutschland kaum vorstellbar ist, gehört in Rumänien leider zum traurigen Alltag.

In Rumänien gibt es sehr viele Hunde, die meisten von ihnen leben auf der Straße, wo sie sich ungehindert weitervermehren. Hinzu kommt, dass Rumänien ein armes Land ist und den meisten Menschen das Geld fehlt um sich verantwortungsbewusst um ihre Tiere zu kümmern. Viele Hunde leben daher im freien oder werden an Ketten gehalten. Vor allem bei Freigängerhunden kommt es immer wieder vor, dass sich diese aufgrund fehlender Mittel für eine Kastration, fortpflanzen.

Die aus diesen unkontrollierten Fortpflanzungen entstandenen Welpen, aber auch viele alte oder kranke Hunde werden oft ausgesetzt, leben dann ebenfalls auf der Straße und landen letztendlich in den sogenannten Tötungsstationen.
Bei diesen Tötungsstationen handelt es sich um Auffangstationen, in denen die Hunde untergebracht werden, die von Hundefängern auf der Straße eingefangen wurden. Von diesen Tötungsstationen (auch public shelter oder kill shellter genannt) gibt es in Rumänien einige.

Nach mehreren Beißattacken durch Straßenhunde, die vor allem durch die Medien hochgepusht wurden, wurde in Rumänien ein Gesetz verabschiedet, dass das Töten von Hunden die sich in der Tötungsstation befinden nach einer Frist von 14 Tagen erlaubt.  Um die Überpopulation in Rumänien in den Griff zu bekommen und die Bevölkerung zum Einfangen zu animieren, bekommen Hundefänger für das Einfangen von Straßenhunden eine Provision. Durch diese Provision hat sich das Einfangen der Straßenhunde für viele als lukratives Geschäft entpuppt. So kommt es leider immer wieder vor, dass auch Hunde von Privatpersonen eingefangen und an Tötungsstation übergeben werden, wo viele dann oft nicht abgeholt und letztendlich getötet werden.

In den Tötungsstationen haben es vor allem alte und kranke Hunde sehr schwer – denn nicht in allen Auffangstationen werden die Hunde ordnungsgemäß versorgt, sondern müssen hier zum Teil unter katastrophalen Bedingungen leben. Sie bekommen oftmals kein Futter, Wasser oder medizinische Versorgung, sodass viele die 14-tägige Frist gar nicht erst überleben und qualvoll verenden.
Offiziell werden die Hunde nach Ablauf der Frist sanft eingeschläfert aber die Realität sieht leider in vielen Tötungsstationen anders aus, was wir hier im Detail nicht weiter erörtern möchten.

Zahlreiche nationale und auch internationale Tierschützer und Tierschutzorganisationen kämpfen seit Jahren gegen die Tötung und die Zustände in den Tötungsstationen und für die Hunde. Es werden Gespräche mit Bürgermeistern und Städten geführt, damit das Töten der Hunde endlich aufhört. Ein ganz wichtiger und richtiger Schritt um das Leid der Tiere zu beenden ist die Aufklärung und vor allem die Kastration der Tiere. 
Aus diesem Grund veranstalten wir seit einigen Jahren unsere Kastra-Aktion, die sich ausschließlich aus Spenden finanziert. Bei diesen Aktionen können Hunde- und auch Katzenbesitzer ihre Tiere für eine Kastration anmelden, die sich einen solche Eingriff aufgrund fehlender finanzieller Mittel sonst nicht leisten können.

Wir als Verein sind zudem sehr stolz darauf, dass wir es durch jahrelange Arbeit und unzähligen Gesprächen und vor allem vielen ehrenamtlichen Helfern und Spendern geschafft haben, dass eine Euthanasie in der ortsansässigen Tötungsstation nicht mehr praktiziert wird. Um diese Vereinbarung mit der Stadt und dem Bürgermeister aufrecht zu erhalten, sind wir als Verein nach wie vor auf Spenden und ehrenamtliche Helfer angewiesen. Denn nur durch die vielen Futterspenden und Helfer vor Ort können wir weiterhin die Versorgung der Hunde in der Tötungsstation gewährleisten und einigen der vielen Hunde einen Umzug in unser Tierheim, der Arche Noah Transilvania ermöglich.

Viele der sich in unserer Vermittlung befindlichen Hunde kommen aus der ortsansässigen Tötungsstation. In der Arche sozialisieren und charakterisieren wir die Hunde solange, bis wir sie in ein „Für-Immer-Zuhause“ vermitteln können.

Tierheimleiterin Bettina Hüttemann in der örtlichen Tötungsstation
Tierheimleiterin Bettina Hüttemann in der örtlichen Tötungsstation

Wenn du auch einen wichtigen Teil dazu beitragen willst, dass wir die Hunde weiterhin versorgen und vermitteln können, freuen wir uns über Spenden. Jede noch so kleine Spende hilft das Leid der Hunde zu beenden. Alle Informationen zum Thema Helfen sind unter dem Menüpunkt Helfen zu finden.